Benefizkonzert mit Manfred Siebald am 11. März 2011 in der Gemeindehalle Deckenpfronn

Christliche Verkündigung in einem beeindruckenden Liederabend

Es war das gleiche Bild wie vor 27 Jahren mit dem gleichen  Mann und am gleichen Platze:   der nun über 60-jährige Liedermacher und Sänger Manfred Siebald gab  am 11. März 2011 in klaren Worten, mit kräftiger Sangesstimme und mit dem Rhythmus seiner Gitarre die christliche Botschaft  an rund 700 Menschen in der überfüllten Gemeindehalle Deckenpfronn weiter. Er im Zentrum des Abends nach Raum und Inhalt, umgeben von einer Blumenlandschaft und eingetaucht in ein farbiges Licht – die Besucher aus dem ganzen Land dagegen in der abgedunkelten Halle, Augen und Ohren auf diese Mitte gerichtet, die in Wort und Gesang von der Glaubensmitte eines Menschen berichtete. Ein von Anfang bis zum Ende nach über 2 Stunden packender Abend, der jeden Besucher in seinen eigenen Erfahrungen suchte und fand und  der in der Schlichtheit  überzeugte.

Nichts war abgehoben, jeder Satz kam aus dem erlebten Alltag und war darum so hilfreich. Der Wunsch des Sängers „Es kann ja immer noch ein guter Abend werden, es können doch noch schöne Stunden sein“ erfüllte sich. Gewandt setzte Siebald am Beginn eines neuen Jahres an, an dem neue Vorsätze gefasst werden und der „graue Vogel“ das Jahr hindurch begleitet und schließlich feststellt, dass sich überhaupt nichts verändert hat.
Wir Menschen sind so wenig veränderungsfähig und darum sollten sehr eindringliche Tonsätze glaubhaft machen, dass wir auch in unserer eigenen Gefangenheit Beschenkte sind und es nur entdecken müssen. Denn Gott schaut in unser Gesicht, er liebt uns Menschen auch nach Abzug unserer Stärken und der Zeit, in der wir nicht mehr funktionieren. Die Achtung der Mitmenschen vergeht schnell, aber die Liebe Gottes gilt unverbrüchlich dem Menschen ohne Ansehen seiner Eigenschaften. Jesus ist bei Berufsversagern wie bei den Erfolgsmenschen und es lohne sich, ihm zu folgen.
Deshalb haben wir, so Siebald, keinen Grund, uns ständig mit anderen zu vergleichen. Denn „alle Not komme aus dem Vergleich“, so der Philosoph Sören Kierkegaard. Und dann tönte plötzlich der ganze Saal mit gleicher Stimme: „Es geht ohne Gott in die Dunkelheit, aber mit ihm gehen wir ins Licht.“ Und dann werde es möglich, dass „alles, was in mir ist, loben soll und loben kann“.
Wer bei sich selbst zuhause ist, weil er sich ganzheitlich angenommen weiß, ist auch fähig und bereit, Menschen zu entdecken, die seiner Hilfe bedürfen.

Dies war das Credo dieses höchst beeindruckenden Abends, der mit zeitgerechten Stilmitteln und glaubwürdigem Inhalt  Menschen verschiedenster Prägung aufschloss und ihnen Wegweisung zur Bewältigung des „Alltagssumpfes“ mitgab, wie Pfarrer Lebherz als Vertreter der mit veranstaltenden Evang. Kirchengemeinde in seinem Dankeswort ausdrückte. Die Deutsche Indianer Pionier Mission, für deren Wirken vor allem die Spenden dieses eintrittsfreien christlichen Liederabends bestimmt sind, hatte die Hauptverantwortung in der Vorbereitung und Durchführung dieser Veranstaltung. Der Impuls dazu ging von deren Missionar Martin Höfer aus, der mit seiner Familie und einem verlässlichen Mitarbeiterkreis diesen Abend in die Hand nahm und Manfred Siebald und die unzähligen Besucher zu Beginn willkommen hieß.
Ein gemeinsames  Siebald-Lied, dann die Zugabe mit „Das Beste kommt noch – wenn Jesus kommt“ und anschließend gute Gespräche bei „Weckla“ und Getränken gaben diesem Abend einen Abschluss, der weit über den Tag hinaus wirken konnte.
Was  bleibt, ist ein herzlicher Dank der Besucher und auch aus dem Rathaus für diesen so guten Abend.

 

Winfried Kuppler