Weltgebetstag am Freitag, 2. März 2012 um 19:30 Uhr in der Nikolauskirche Deckenpfronn

Weltgebetstag 2012 aus Malaysia

Weltgebetstag 2012 aus Malaysia

Der nächste Weltgebetstag findet am Freitag, den 2. März 2012, statt. Der Gottesdienst in der Nikolauskirche Deckenpfronn beginnt um 19:30 Uhr.
 
Das Thema lautet „Steht auf für Gerechtigkeit“. Vorbereitet wurde er von Frauen aus dem südostasiatischen Land Malaysia. Die Malaysierinnen zeigen uns in ihrem Gottesdienst, warum wir gerade als Christinnen und Christen verpflichtet sind, gegen Ungerechtigkeit in unserer Gesellschaft einzutreten. Und für Gerechtigkeit aufzustehen.

Der Weltgebetstag ist eine weItweite Basisbewegung von christlichen Frauen. Jedes Jahr, immer am ersten Freitag im März, feiern Frauen, Männer, Kinder weltweit den Weltgebetstag (WGT). Der Gottesdienst wird jedes Jahr von Frauen aus einem anderen Land vorbereitet. Diese Frauen sind Mitglieder in unterschiedlichen christlichen Kirchen. In unzähligen Gemeinden in ganz Deutschland organisieren und gestalten Frauen den Weltgebetstag. Auch sie arbeiten in ökumenischen Teams zusammen. Weltgebetstag – das ist gelebte Ökumene! Weltgebetstags-Engagierte übernehmen Verantwortung. Weltweit und vor ihrer Haustür. Ganz nach dem Motto des Weltgebetstags: „Informiert Beten – betend Handeln“ („Informed Prayer – Prayerful Action“).


Weltgebetstag am 4. März 2011 aus Chile


Der Weltgebetstag 2011 kam aus Chile.
 
Die offensichtliche Besonderheit Chiles ist seine geographische Form. Über 4275 km erstreckt es sich von Norden nach Süden entlang des Südamerikanischen Kontinentes, dabei ist es zwischen 90 und 440 km breit. Dieser schmale Streifen Land birgt eine unvorstellbare Vielfalt an Klima- und Vegetationszonen. Wüsten im hohen Norden, Hochland, Vulkane, schneebedeckte Spitzen der Anden, unzählige Flüsse und Seen, sowie wildromantische Fjordlandschaften im tiefen Süden machen die Landschaft Chiles zu einem einzigartigen Lebensraum.
In der Weltgebetstagsliturgie werden wir nicht nur in der Landessprache spanisch begrüßt, sondern auch mit den Worten der indigenen Einwohner Chiles.
In der Geschichte Chiles gab es immer wieder Übergriffe auf die Unabhängigkeit der Urbevölkerung. Zum Beispiel wurden Deutsche im 19. Jahrhundert auf dem fruchtbaren Land der Mapuche-Indianer angesiedelt. Auch andere dunkle Zeiten und vor allem die menschenverachtende Zeit der Militärdiktatur unter Pinochet (1973-1990) sind unvergessen und kommen in der Gottesdienstordnung zur Sprache.
 

Das Thema „Wie viel Brot habt ihr?“ wurde für die Chileninnen nach dem schweren Erdbeben und Tsunami im Februar 2010 zur Überlebensfrage.
 


Weltgebetstag am 5. März 2010 aus Kamerun

Der Weltgebetstag 2010 kam aus Kamerun und stand unter dem Thema:
"Alles, was Atem hat, lobe Gott!"

Aus Kamerun, einem zentralafrikanischen Land, etwa so groß wie Schweden, kommt die Liturgie zum Weltgebetstag (WGT) 2010. Die Republik nennt sich selbst „Afrika im Kleinen“. Das Land mit seiner 400 km langen Atlantikküste und einer Ausdehnung bis zum Tschadsee im Norden ist eine Brücke zwischen West- und Zentralafrika. Kamerun hat alles: schwarze Vulkansandstrände, noch ursprünglichen Regenwald, Wasserfälle, Mangrovensümpfe, Hochgebirge, Seen, Savanne und Sahelzone. Dazu mehr als 200 verschiedene Ethnien und Sprachen. Offiziell spricht man entweder Englisch (20 %) oder Französisch (80 %). Gut 18 Millionen Menschen leben in Kamerun, 50 % sind christlich (halb und halb kath. und ev.) geprägt, 40 % gehören animistischen Naturreligionen an, 20 % sind Moslems. Hexerei und Zauberei sind Phänomene, die landesweit vorkommen. Anders als im übrigen Afrika ist Kamerun relativ stabil: Es gibt kaum religiöse oder ethnische Konflikte. Ein schlimmes Übel aber ist die Korruption im zwischen Arm und Reich tief gespaltenen Land.

Land der Camarões (Krabben) nannten im 15. Jahrhundert portugiesische Seefahrer und Entdecker Kamerun. Von 1884 bis 1918 nannte das Deutsche Reich die Region „Deutsches Schutzgebiet“, brachte u. a. Straßen und Schulen ins Land und „deutsche Bananen“ nach Berlin. Ab 1919 stand Kamerun unter Mandat des Völkerbundes und blieb bis zur Unabhängigkeit 1960/61 unter England und Frankreich aufgeteilt. Von Beginn an ist die Republik Kamerun eher eine Fassadendemokratie. Präsident Paul Biya regiert seit 1982 zunehmend selbstherrlich…

Die Reichtümer des Landes wie Holz, Bodenschätze, Öl, Kaffee und Bananen bringen nur wenigen Menschen Gewinn: Über die Hälfte lebt unter der Armutsgrenze. Immerhin haben 79 % Lesen und Schreiben gelernt (Mädchen deutlich weniger), aber wer gut ausgebildet ist, sucht eine Chance im Ausland – nicht nur als Fußballer. In den großen Städten wie der Hauptstadt Yaoundé und der Handelsmetropole Douala, wo Frauen ihre Produkte als „Bayam-Sellam“ vermarkten und junge Männer mit Mopedtaxis versuchen, Geld zu verdienen, gibt es viel Gewalt und Rechtsunsicherheit.

Alles, was Atem hat, lobe Gott? Was gibt es denn da zu loben und zu preisen im alltäglichen Leben in Kamerun? Außer der wunderbaren Landschaft wohl wenig. Aber darum geht es den Weltgebetstagsfrauen ja auch gar nicht. Sie wollen Gott loben, der ihnen das Leben geschenkt hat, den Atem, mit dem sie immer wieder neu Hoffnung schöpfen können und Kraft finden, für Veränderungen zum Guten. Afrikanische und erst recht christliche Menschen jammern nicht. Sie können sich freuen aus tiefstem Herzen über alle Probleme hinweg, denn sie fühlen sich geborgen in der Liebe Gottes. Am Weltgebetstag wollen sie alle Welt mitreißen in einen großen Freudentanz zum Lobe Gottes.


Weltgebetstag am 6. März 2009 aus Papua-Neuguinea

Weltgebetstag 2009 aus Papua-Neuguinea

Weltgebetstag 2009 aus Papua-Neuguinea


Frauen aller Konfessionen haben am 6. März eingeladen zum WELTGEBETSTAG
 
„Viele sind wir, doch eins in Christus“– so wurden wir im März eingeladen, in diesem Jahr „60 Jahre Weltgebetstag in Deutschland“ zu feiern, wobei der Weltgebetstag als internationale und als Basisbewegung an vielen Orten Deutschlands zu unterschiedlichen Zeiten „begonnen“ hat.Frauen aus Papua-Neuguinea, dem „Land der Überraschungen“ beschenkten uns mit Gebeten und Liedern und einer spannenden neuen Sicht auf die biblische Geschichte der Rettung des Babys Mose (Ex 2,1-10): Über ethnische, soziale, politische und religiöse Grenzen hinweg und quer durch die Generationen verbinden sich hier Frauen, um Leben zu bewahren und geben so ein Beispiel, das bis in unsere Zeit hinein ausstrahlt. Lesungen aus dem Römerbrief (12,4-21) und der Apostelgeschichte (4,32-35) ermutigten uns, unsere unterschiedlichen Begabungen und Fähigkeiten als gemeinsamen Reichtum zu verstehen, den wir zum Wohl aller großzügig teilen. „Viele sind wir, doch ein Leib“ – eine biblische Zusage, die auf dem Hintergrund Papua-Neuguineas an neuer Bedeutung gewinnt.Auch wir hier in Deckenpfronn durften in einer guten Gemeinschaft in dieser Gebetskette um die Welt spüren, dass wir miteinander verbunden sind.Gut sechzig Frauen waren der Einladung des Weltgebetstags-Vorbereitungsteams gefolgt und in die Nikolauskirche gekommen. Viele haben gerne an der Gestaltung des Gottesdienstes mitgewirkt und haben sich eingelassen auf dieses fremde Land - haben Texte gelesen, mitgesungen und musiziert. Ein paar junge Menschen haben sich zusammengefunden und mit Gitarren, Saxophon und Flöte den Gottesdienst musikalisch gestaltet.


Zum Vergrößern bitte anklicken

Altarraum der Nikolauskirche


Gemeinsam beten – betend handeln. Diesen Leitsatz setzten die Gottesdienstbesucherinnen und -besucher in die Tat um. Betend handeln war spürbar in der Kollekte. Es können 307,- Euro auf das Konto des Weltgebetstagskomitees zur Unterstützung zahlreicher Frauenprojekte auf der ganzen Welt überwiesen werden.
 
Anschließend wurde im Gemeindehaus noch rege diskutiert und gefeiert. Das Vorbereitungs-Team hatte dem Saal karibische Atmosphäre eingehaucht. Bei Köstlichkeiten aus Papua-Neuguinea und Deckenpfronner Spezialitäten wurde so ein Stück solidarische Gemeinschaft erfahren und sichtlich genossen.
(Heike Eisenhart)
 
Mehr Informationen:
www.weltgebetstag.de
 Weltgebetstagsteam unserer Kirchengemeinde


Zum Vergrößern bitte anklicken
Zum Vergrößern bitte anklicken

Weltgebetstag 2009 aus Papua-Neuguinea in der Nikolauskirche Deckenpfronn