Die Nikolauskirche - markantes Wahrzeichen

Unsere Kirche

Die Nikolauskirche steht mitten im Ort und deutet damit an, wo die christliche Gemeinde ihren Ort sieht: in der Mitte des Lebens und der Gesellschaft. Der weithin sichtbare Kirchturm weist auf die andere Dimension des Lebens hin, die für uns als Kirche maßgebend ist.

 

Unsere Kirche ist geöffnet: täglich von 10-18 Uhr von Palmsonntag bis zum Erntedankfest

 

Seit 17. April 2011 ist unsere Kirche täglich geöffnet - von Palmsonntag bis zum Erntedankfest.

Wir laden Besucherinnen und Besucher zur stillen Einkehr ein. Hier können Sie der Seele Raum geben.

 

Auf einem Informationstisch am Haupteingang liegen ein kleiner Kirchenführer sowie die Broschüre "Zum Verwurzeln" mit den Angeboten und Ansprechpartnern unserer Kirchengemeinde aus.

 

Im Altarraum vorne steht ein Kerzenständer mit der Möglichkeit ein Kerzenlicht anzuzünden.

 

Auf dem Stehpult an der Wand daneben liegt ein Losungsbuch mit dem Bibelwort für den aktuellenl Tag sowie ein Buch, in das Sie Ihre Anliegen schreiben können und was Ihnen auf dem Herzen liegt. Außerdem finden Sie in einem Karteikästchen Textkarten zum Mitnehmen mit Gebeten und Sinnsprüchen, geordnet nach Stichworten. Sie können sich eine Karte aussuchen und ein gutes Wort mitnehmen.

 

Weitere Informationen:

Kleiner Kirchenführer "Evangelische Nikolauskirche Deckenpfronn"

 

Link:

Geöffnete Kirchen in Baden-Württemberg

2009 - Der Altarraum wird rot gestrichen

Im Sommer 2009 wurde der Chorraum rot gestrichen. Die Farbe Rot (Ochsenblut) kommt in der Nikolauskirche (ursprünglich) mehrfach vor: an Balken, in den Fugen der Bodenfließen, im Dach und im Rundfenster des Chorraumes.

 

Rot ist die liturgische Farbe des Heiligen Geistes und der Kirche. Als Farbe des Lebens und Hinweis auf die Hingabe Jesu kommt sie im Kirchenbau häufiger vor. Früher galt rot als die edelste Farbe.

 

Der Altarraum der Nikolauskirche wird als die Sinnmitte, auf die die Kirche ausgerichtet ist, akzentuiert.

2003 - 50 Jahre Wiedereinweihung der Nikolauskirche

Das 50-jährige Kirchenjubiläum wird mit einem Festprogramm, einer Ausstellung und der Herausgabe der Broschüre „Unsere Kirche im Wandel der Zeit“ begangen.

 

Die Broschüre "Unsere Kirche im Wandel der Zeit" ist im Pfarramt erhältlich.

1953 - Einweihung der wiederaufgebauten Kirche

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Deckenpfronn 1957 - nach dem Abschluss des Wiederaufbaus

Nach der Zerstörung im Krieg beginnt 1950 der Wiederaufbau der Kirche. Am 19. Juli 1953 ist die Wiedereinweihung der Kirche - ein Kraftakt in schwieriger Zeit.

1957 ist Deckenpfronn neu geworden. Der zähe Fleiß und der Selbstbehauptungswille der Bürgerschaft haben ein neues Deckenpfronn erstehen lassen. Kirche, Schule, Rathaus und andere öffentliche Gebäude und alle Wohnhäuser sind neu aufgebaut. Mit einem Heimattag an Pfingsten 1957 begeht Deckenpfronn den Abschluss seines Wiederaufbaus.

1945 - 1953 Zerstörung und Wiederaufbau der Deckenpfronner Kirche

Die Kirchenruine mit Notdach. 1948 musste die Turmruine gesprengt werden.

Am 21. April 1945 griffen 14 Jagdbomber an und warfen Spreng- und Brandbomben auf Deckenpfronn. Zielpunkt war der Kirchturm, um ihn herum brannte alles lichterloh. Am Abend des 21. April 1945 war der größte Teil des Ortes einschließlich Kirche, Schule und Rathaus in ein glühendes, rauchendes Trümmerfeld verwandelt worden. 70% des Dorfes waren zerstört, was den Wiederaufbau der Kirche erschwerte, zumal in vielen brandgeschädigten Familien Ehemänner, Väter und Söhne nicht mehr aus dem Krieg zurückkehrten.

Die Gottesdienste wurden nach der Zerstörung der Kirche im Saal des Gasthauses Felsenburg abgehalten und von 1949 bis 1953 in einer auf der Ruine des ehemaligen Gemeindehauses errichteten Kirchenbaracke. Am 19. Juli 1953 wurde die wiederaufgebaute Kirche eingeweiht.

Die Kirche von 1818

Der Aufgang zur alten Kirche, flankiert von der Schule

1818 tritt eine Zäsur ein. Die Gemeinde erhält die Erlaubnis, eine neue Kirche zu bauen. Der Ort war auf 1000 Seelen angewachsen, auch war die Westwand der Kirche baufällig. Aber während bisher die alte Kirche immer umgebaut worden war, wird sie jetzt nach 800 Jahren abgerissen. Ein neues Langhaus mit hohen Fensterreihen wird errichtet und eine Empore bietet Platz. Der Turm bleibt bestehen, aber der alte Chorraum wird zugemauert. Der Altar steht an der Ostwand, die Kanzel darüber.

Der Innenraum der Kirche von 1818

Festungsanlage im 16. Jahrhundert

 

Um 1500 wird die Kirche zu einer richtiggehend kleinen Festungsanlage ausgebaut, eine Vorsichtsmaßnahme besonders für unruhig Zeiten.

 

1535 wird Deckenpfronn lutherisch. Martin Yelin ist der letzte katholische und der erste evangelische Pfarrer im Ort.

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Die Kirche ist immer mal wieder umgebaut worden. Im 14. Jahrhundert erhielt sie einen gotischen Chorraum im Turm. Aus dieser Zeit stammen die ältesten erhaltenen Teile: die Schlusssteine mit einem Christuskopf und dem Lamm Gottes.

Sankt Nicolai zu Teggenphrunde

Deckenpfronn findet erstmals 1075 Erwähnung in einer Urkunde Heinrichs IV, dem sogenannten Hirsauer Formular. Ursprünglich ist die Kirche als Eigenkirche der Grafen von Calw erbaut worden, die ihre Besitzungen in der erwähnten Urkunde dem Kloster Hirsau schenken. In dieser Zeit dürfte die Kirche schon den Namen Nicolai bzw. Nikolauskirche erhalten haben. Er ist der Heilige der Cluniazensischen Reformbewegung, deren deutsches Zentrum Hirsau war.